Das grosse Fressen im 2021 trotz Corona!!

Der KnallFrosch wischt auf

Christian Ineichen fördert seine Ambitionen
Man rieb sich erstaunt die Augen. Ausgerechnet Christian Ineichen, ein erzkonservativer CVP-Partei-präsident aus dem Entlebuch, schwor dem C im Namen CVP ab und kämpfte für den nichtssagenden neuen Namen «Die Mitte». Ein Visionär für die Partei war sein Engagement nicht – doch sie förderte seine Ambitionen. Denn der Entlebucher ist erster Ersatz auf der Nationalratsliste – und könnte in Bälde nachrutschen. Da empfiehlt es sich, bereits jetzt und heute gutes Wetter beim allmächtigen Parteipräsi-denten Gerhard Pfister zu machen, damit dereinst in Bern eine weitere Karriere aufgegleist werden könnte.

Andrea Gmür: Fritschimutter statt Politik
Sie ist ein ist eine kontaktfreudige Frau – die CVP-Ständerätin Andrea Gmür. Weniger erfolgreich ist die in der Politik, so zum Beispiel bei der Konzernverantwortungsinitiative. Auf allen Kanälen weibelte siefür ein Nein. Im Blick-Rededuell mit Ständerat Daniel Jositsch bekam sie dafür eine Klatsche: 81 Prozent fanden den Zürcher besser. Und auch ihr Schwager, Bischof Felix Gmür, wies ihre emotionellen Argu-mente kurz und bündig zurück. Auf wenig Sympathie stösst sie beim Ratskollegen Leo Müller, hatte sie ihn doch unsanft vom Amt des Fraktionspräsidenten verdrängt. Der langen Rede kurzer Sinn: Andrea Gmür wäre besser Fritschimutter geblieben … denn das machte sie wirklich gut.

Luzerner Stadtrat mit neuem Gesellschaftsspiel
Der Luzerner Stadtrat pflegt in den Sitzungspausen ein neues Gesellschaftsspiel. Wer wusste was und wann etwas vom VBL- Skandal? Besonders Martin Merki und Franziska Bitzi tun sich hervor und disputieren munter, wer wann etwas hätte sagen sollen oder eben nicht. Adrian Borgula ruft dazwi-schen: Er habe doch, so glaube er zu wissen, einmal vor einigen Monaten in einer Bierpause etwas gesagt. Manuela Jost lächelt den Konflikt weg und Stadtpräsident Beat Züsli weiss wie immerauch nicht mehr weiter. Empfehlenswert: eine gemein same Busfahrt, bei der Direktor Norbert Schmassmann sein berufliches Highlight erzählt, als er vor Jahren ganz spektakulärseinen reichlich bemessenen Lohn der Öffentlichkeit verriet. Schmassmannwusste eben noch was Kommunikation ist.

Wie Donald Trump, so auch Ueli Maurer
Bundesrat Ueli Maurer feierte seinen 70. Geburtstag. Seine SVP-Parteifreunde bejubelten ihn im Nationalratssaal mit Ballonen, Gesang und Schulterklopfen. War das schön! Vergessen, dass es Coro-na gibt. Vergessen all die Masken. Denn wenn der Ueli feiert, dann gelten diese lästigen Bestimmungen nicht. Und der Bundesrat selber? Er erinnerte sich an den Besuch bei Donald Trump. Der amerika-nische Präsident habe ihm gesagt, er sei das Gesetz und schwimme gerne gegen den Strom. Dies hat sich Ueli Maurer zu Herzen genommen. So hatte der Besuch im fernen Washington doch noch eine gute Seite.

Paul Winiker: Wer die Wahl, hat die Qual
Vincenz Blaser schaffte den Sprung und wurde vom Generalsekretär des Justiz- und Polizeideparte-ments zum Staatsschreiber befördert. Also wurde bei Regierungsrat Paul Winiker ein Posten frei. Wer sollte den wohl erben? Peter Soland, sein persönlicher Mitarbeiter? Nein, da käme ja niemand mehr zu Wort. Also begann Winiker zu suchen. 36 Bewerberinnen und Bewerber wollten den Posten. Und wen wählte der SVP-Regierungsrat aus? Einen 33-Jährigen aus dem fernen Stettlen bei Bern. Mindestenseine Qualität hat der junge Mann aus dem Bernbiet: Er ist Mitglied des Leitungsteams im Generalsekre-tariat der SVP Schweiz und Fraktionssekretär der SVP-Bundeshausfraktion. Ach wie klein ist doch die Welt … Und Paul Winiker hat die Gewissheit, dass seine Partei dereinst nach seinem Abgang weiter-hin prominent im Departement vertreten sein wird ...

Wohin führt wohl der Weg von Mike Hauser?
Mike Hauser sollte man heissen. Beim «fils à papa» aus dem Hotel Schweizerhof ging es fast nur auf-wärts. Rüüdiger Luzerner, LFK-Präsident und nun mit Rekordwahlergebnis freisinniger Grossstadtrat. Nur beim geliebten FCL wollte es nicht so richtig klappen, seine Präsidentschaft nahm ein abruptes Ende.Ob es bei der Politik besser herauskommt? Sehr ungewiss, denn bei den Grünen und der SP hat es ein-fach zu wenig Safränler. Und die Linken interessieren sich weniger für echte Beziehungen als für schla-gende Argumente.

Es lebe die Fasnacht … 2022 !